Einladung zur Vernissage zu Wir zeigen’s euch!

Wir starten das neue Jahr mit einer Ausstellung von Studierenden. Unter dem Titel Wir zeigen’s euch! präsentiert eine Gruppe junger Erwachsener, die am STREET COLLEGE in den Kursen Zeichnen, Freies Design und Mode Design studieren, ihre Werke in der Galerie neurotitan.

Zur Vernissage am 13. Januar 2022 im Beisein der Künstler*innen laden wir dich sehr herzlich ein.

WANN: 13. Januar 2022
Besuchszeitraum 1: 17 bis 19 Uhr
Besuchszeitraum 2: 19 bis 21 Uhr

WO:  Galerie neurotitan
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin

Es wird an diesem Abend eine Live-Performance geben, die Möglichkeit, die Künstler*innen kennenzulernen sowie Musik und Drinks im Hof.

Aufgrund der herrschenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie findet die Veranstaltung unter 2G mit Maskenpflicht statt. Damit es nicht zu viele Besucher*innen gleichzeitig in den Innenräumen sind, gibt es zwei Besuchszeiträume. Bitte melde dich bis 12. Januar 2022 unter Angabe eines der Zeiträume unter presse@streetcollege.de für die Veranstaltung an.

Zeitraum 1: 17 bis 19 Uhr
Zeitraum 2: 19 bis 21 Uhr

Die jungen Künstler*innen präsentieren als SC Art Zeichnungen, Fotografien, Siebdrucke, Malereien, Skulpturen und Installationen. Einige der Werke können direkt vor Ort erworben werden. Einen ersten Blick auf Arbeiten der Gruppe zeigt die Online-Galerie zum Projekt.

Im Anschluss an die Vernissage werden die Kunstwerke bis 29. Januar 2022 in der Galerie neurotitan gezeigt.Das Projekt wird unterstützt von Fonds Soziokultur e.V.

Wir freuen uns auf dein Kommen!

Diesen Herbst hat wieder eine Gruppe von Studierenden des Street College ihre Prüfungen für die Berufsbildungsreife (BBR) und erweiterte Berufsbildungsreife (eBBR) erfolgreich absolviert.

Zwölf Studentinnen und Studenten haben sich über den Sommer und Herbst im Street College Lernlabor vorbereitet und zwischen Oktober und Dezember an unserer Partnerschule „Zweiter Bildungsweg Friedrichshain-Kreuzberg“ ihre Prüfungen als sog. Nicht-Schüler abgelegt.

Geprüft wurde in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathe und in den Nebenfächern Biologie, Geschichte, Geographie und Politische Bildung.

Sechs der Prüflinge erkannten während des schriftlichen Teils der Prüfungen, dass sie noch nicht ausreichend vorbereitet waren, um erfolgreich zu bestehen und brachen den Prüfungsdurchgang ab. Bei all diesen Studierenden handelt es sich um junge Menschen die erst seit wenigen Jahren in Deutschland leben. Für sie stellten die anspruchsvollen Texte und Aufgabenstellungen in deutscher Sprache noch eine zu hohe Hürde dar, um erfolgreich durch die Prüfung zu kommen. Die Willkommensklassen und bisherigen Angebote zum Lernen der Deutschen Sprache reichen hier offensichtlich nicht aus, um den Menschen ausreichende Chancen im Bildungssystem zu ermöglichen.

Von den sechs Studierenden, die die Prüfung vollständig ablegten, bestanden fünf erfolgreich und erreichten so ihren Abschluss. In den einzelnen Fächern zeigten sie teils hervorragende Leisungen mit Spitzennoten, also, es hagelte Einsen und Zweien quasi im Minutentakt. 🙂

Besonders aufregend wurde es während des Prüfungsverlaufs für drei Studierende, die im Fach Mathematik in die mündliche Nachprüfung mussten. Sie hatten sich in den vorausgehenden Tagen mit großem Engagement nochmal richtig reingekniet und tolle Lernfortschritte erzielt. Alle drei zeigten in der mündlichen Prüfung gute bis sehr gute Leistungen, zwei von ihnen konnten ihre Noten so deutlich verbessern, dass sie schließlich ihren Abschluss erreichten.

Am spannendsten machte es Paula. Sie war noch bis kurz nach Beginn der mündlichen Prüfungen über die Berlin-Bronx-Connection des Szene-Team-Gangway mit anderen Teilnehmenden in New York. Ihr wurde es ermöglicht, eine der Prüfungen nachzuholen. Vom Flieger fast direkt in den Prüfungssaal, zeigte sie hervorragende Leistungen und bekam als letzte im Dezember ihr Abschlusszeugnis überreicht.

Neben den tollen Ergebnissen blieb bei den Studierenden aus dieser intensiven Zeit besonders hängen, mit wieviel Wertschätzung ihnen an der Prüfungsschule begegnet wurde: Für die Wartezeiten zwischen den einzelnen Prüfungen wurde ihnen ein eigener Aufenthaltsraum zur Verfügung gestellt, in dem gequatscht, gespielt und Nervennahrung geknabbert werden konnte.

Das tollste Lob erhielt Ahmad vom Prüfungsleiter der Schule: „Sie sind erst seit sechs Jahren in Deutschland und bestehen jetzt schon eine Schulprüfung in dieser fremden Sprache. Das würde mir in ihrer Sprache nicht gelingen. Eine tolle Leistung!“