#MACHDOCHWASDUWILLST

PART #6 – Wozu braucht eine Gemse Google Maps?

Olaf „Gemse“ Kretschmar, der in der Berliner Szene nur Gemse genannt wird, weil er damals, noch zu DDR-Zeiten, Extremsportarten gemacht hat, steigt eigentlich fast ahnungslos als Clubbetreiber und Booker nach der Marketingausbildung in den frühen wilden 90ern in die Musikwirtschaft ein. Der gelernte Autoschlosser und diplomierte Philosoph „hat die Clubkultur in Berlin miterfunden“ (Berliner Zeitung April 2007 ) und eröffnet 1993 in der Rosenthaler Straße einen Ort, an dem etwas völlig Neues beginnt. Im legendären Live-Musik-Club „Delicious Doughnuts Research“ entstehen Gegenwelten zur kommerziellen Technoszene. Er wird international bekannt und zum Sprungbrett vieler bekannter Künstler und Kulturunternehmer und zählt zu einer der Gründungsinstitutionen der Berliner Clubszene.

1997 gründet er das Oxymoron und wird 2000 Mitbegründer der Clubcommission, weil „die Clubszene ein wichtiger kultureller und wirtschaftlicher Faktor für die Stadt ist. Und unsere Interessen vertreten wir mit der Club Commission gemeinsam“.

Das Partymagazin Freshguide Berlin folgt 2003 und 2007 die Berlin Music Commission, die Gemse mitgründet und von der er seit 2011 Vorstandsvorsitzender ist. Seine Ideen setzt er als Mitinitiator der Berlin Music Week um, leitet die Kampagne „Musik 2020 Berlin“, mit dem Ziel, das Musicboard Berlin zu gründen. Gemeinsam mit vielen KollegInnen gibt er Impulse zur Zukunft der musikalischen Kreativität und baut 2014 engagiert das Kompetenzzentrum Musikwirtschaft auf.

Seine Message: man muss sich trauen, auf neue Akzente und Innovation setzen. Den Sound des eigenen Mythos ins Leben bringen anstatt Vorbildern zu folgen. Und Steine räumt ja schließlich auch kein Google Maps erfolgreich aus dem Weg.