STREET COLLEGE als Best Practise Projekt

„Die Suche nach innovativen Wegen, um benachteiligte Lernende [für Bildung – Anm. d. Verf.] zu begeistern, war noch nie so dringend wie heute.“ Dieser Auszug aus dem Bericht „Increasing Learner Engagement –  Through Innovative Schooling“ bezieht sich primär auf das Australische Schulsystem, gilt aber ebenso für das Deutsche. 2018 besuchte Dan O’Hara das STREET COLLEGE als eines von drei Best Practise Projekten, in denen innovative Bildungsansätze erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden.

Erfolgreiche Engagementstrategien und Ansätze

Das Hauptaugenmerk seines Aufenthaltes in Europa legte Dan O’Hara auf die Untersuchung von Engagementstrategien und Ansätzen, mit denen es gelingt, Jugendliche und junge Erwachsene zu erreichen, an denen das gängige Schulsystem gescheitert ist. Dafür besuchte er die iScoil in Dublin sowie die NewSchool  und das STREET COLLEGE in Berlin. Drei Projekte, deren Arbeit bewirkt, dass junge Menschen wieder Zugang zu Bildung finden, dabei Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und gesellschaftliche Teilhabe erlangen.

In seiner Untersuchung konzentrierte Dan O’Hara sich auf drei Aspekte des Lernens: Engagement, Interaktion und Zusammenarbeit sowie Lernwerkzeuge- und technologien. In diesem Zusammenhang stellte er fest, dass die erfolgreichen Einrichtungen weniger daran arbeiten, die Schüler*innen bzw. Student*innen wieder für den regulären Schulbetrieb zu begeistern sondern vielmehr prüfen, wie sie die Bildungseinrichtungen bzw. -ansätze an die Bedürfnisse aller Schüler*innen anpassen können.

Junge Menschen finden am STREET COLLEGE den (nötigen) Freiraum für selbstbestimmtes und professionelles Lernen und begegnen einem radikal bedarfs- und stärkenorientierten, individuellen und eigenverantwortlichen Lernansatz.

Der vollständige Bericht gibt weiteren Aufschluss über die Untersuchung, ihre Ergebnisse und daraus resultierende Empfehlungen.

 

Über Dan O’Hara

Seit seinem Abschluss als Master of Education arbeitet Dan in NGO Bildungseinrichtungen für Jugendliche. Aktuell leitet er ein Team, das den Lehrplan unter Berücksichtigung der Interessen der Studierenden und ihren differenzierten Bedürfnissen neu gestaltet. Er ist bestrebt, das Leben dieser jungen Menschen zu verbessern und glaubt, dass gute Bildung, Engagement in der Gemeinschaft und ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich sind.

Über die stiftende Organisation

Dan O’Hara erhielt sein Stipendium vom International Specialised Skills Institute (ISS). Das ISS-Institut spielt in Australien eine zentrale Rolle bei der Schaffung von Werten und Möglichkeiten, bei der Förderung neuen Denkens und der frühzeitigen Übernahme von Ideen und Praktiken durch Investitionen in Einzelpersonen.

Seit seiner Gründung vor 28 Jahren hat das ISS-Institut über 450 Projekte unterstützt. Die Stipendiat*innen forschen in einer Vielzahl von Bereichen. Die Adaption von Best-Practise-Ansätzen führt in Australien zu zahlreichen positiven Veränderungen.
Weitere Informationen zu ISS Institute Fellows unter www.issinstitute.org.au