Das GREEN DINNER 2017 im MOA Berlin: Fotos satt!


Gestern hat das Street College seinen Jahresabschluss im Rahmen des Green Dinners zelebriert. Im beeindruckenden Atrium des Mercure Hotel MOA Berlin gab es Performances und Entenbraten, Verlosungen, Spielrunden und vor allen Dingen Grüne Briefe für die Studierenden aus allen Bereichen, die das SC mit Leben füllen.. als Weltpremiere wurde das im SC entwickelte Kartenspiel “Dreamteams” präsentiert.. Vielen Dank an alle Unterstützer, Kolleg*innen und insbesondere das Mercure Hotel Moa Berlin und unsere Teilnehmerinnen. Es war ein mehr als würdiges Fest.. Klingt geil, ist aber so!

Yesterday the Street College celebrated its end of the year event “Green Dinners”. With an impressive location, the atrium of the Mercure Hotel Moa Berlin, we were able to enjoy performances and roasted duck, raffles, games and above all “Green Letters” for the many students from a variety of different courses who fill our Street College with life .. as a world premiere, the card game “Dreamteams” which has been developed within the Street College, was presented .. Many thanks to all supporters, colleagues and in particular the Mercure Hotel Moa Berlin and our participants. It was a more than worthy party .. Sounds dope, but that´s what it is!

Pictures courtesy of Olad Aden

SC Portraits 14SC Portraits 15SC Portraits 16SC Portraits 19SC Portraits 20SC Portraits 22SC Portraits 23SC Portraits 24SC Portraits 25SC Portraits 26SC Portraits 27SC Portraits 28SC Portraits BeezSC Portraits father and sonSC Portraits laststage 2stage 3stage 4stage 5stage 6stage 7stage 8stage 9stage 10stage 11stage e-grande 2stage el-grande 3stage el-grandeStageSC Portaits 1SC Portraits 2SC Portraits 3SC Portraits 4SC Portraits 5SC Portraits 6SC Portraits 7SC Portraits 8SC Portraits 9SC Portraits 10SC Portraits 11SC Portraits 12

Lernen wie ihr es wollt: Der „HSA-Rebound“


Obwohl es in Berlin unzählige Maßnahmen gibt die jungen Menschen ermöglichen die Berufsbildungsreife BBR (ehemals Hauptschulabschluss HSA) nachzuholen, wollten die Teilnehmer*innen des STREET COLLEGE sich auf eine ihnen entsprechende Art und Weise auf diese Prüfung vorbereiten.

So entstand der Kurs „HSA-Rebound: Der andere Weg zur BBR“

Beim „HSA-Rebound“ wird nun seit 3 Jahren auf der Grundlage der Bedarfs- und Stärkenorientierung Jugendlichen ermöglicht sich auf die Nicht-Schüler-Prüfung für den BBR vorzubereiten. So, wie sie es wollen. So, wie es ihnen entspricht.

RAHMENBEDINGUNGEN

An zwei Tagen pro Woche jeweils in vier Stunden Unterricht werden die Teilnehmer*innen innerhalb weniger Monate auf die Prüfung vorbereitet.

Schon die Reduktion auf 8 Stunden pro Woche unterscheidet das Projekt von anderen Maßnahmen, Projekten und Ersatzschulen. In diesen 8 Stunden wird aber effektives und intensives Lernen ermöglicht. Bei Bedarf sind zusätzliche Stunden möglich.

Um wenig mit den für die Meisten abschreckenden Erinnerungen an die Schule zu tun zu haben, tragen auch die Räume und die Versorgung mit Essen und Trinken dazu bei, eine andere Atmosphäre zu erzeugen. Es gibt guten Kaffee und Obst, Schokolade und Kekse und auch auf Sonderwünsche der Schüler wird eingegangen. Die einzige Regel, die es gibt, ist, dass es jedem gut gehen muss. Wenn es Probleme gibt, dann werden diese auch angesprochen. Wenn es etwas gibt, was verändert werden soll oder Wünsche geäußert werden, wie es anders sein sollte, dann wird darauf eingegangen.

EIGENVERANTWORTUNG

Die Teilnehmer*innen entscheiden selbst und eigenverantwortlich, dass sie den Hauptschulabschluss für sich selbst nachholen wollen und werden von niemandem dazu gezwungen, bei diesem Projekt mitzumachen.

Die Katze Lucky ist auch dabei und verbreitet gute Stimmung

POSITIVES LERNEN

Lernen und das positive Lernerlebnis ist ein zentraler Aspekt des Projekts. Es geht hier für die Teilnehmer*innen nicht darum, den Eindruck zu erwecken, man hätte etwas verstanden, nur um eine gute Note zu bekommen. Die Schüler sagen selbst: „Man gibt uns Zeit dafür. Wenn man etwas nicht versteht, wird es solange erklärt, bis wir es verstanden haben.“ In kleinen Gruppen werden die Schüler*innen bei ihrem Lernfortschritt begleitet, den sie selbstbestimmt voranbringen.

Dabei wird von den Begleiter*innen sehr auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen. Die kleinteilige Betreuung trägt dazu bei, die Frustration zu minimieren und Lernen als etwas Positives in ihrem Leben zu verankern.

Die Lernbegleitung beruht dabei auf dem Prinzip des „FLOWS“. Insbesondere in Mathematik ist es möglich, jede Aufgabe so fein zu justieren, dass sie den Lernenden nicht überfordert und somit Abneigung und Frustration vermieden werden kann. Das Gefühl der Überforderung wird von den Lernbegleitern verhindert, indem die vorgeschlagenen Aufgaben dem optimalen Herausforderungsgefühl des Schülers angepasst werden. Genauso kann auch verhindert werden, dass Langweile und Unterforderung auftauchen, indem die Aufgaben immer an die Fähigkeiten des Teilnehmers angepasst werden. Mit diesem Konzept verschwindet nach wenigen Schultagen die Abneigung gegen das Lernen ansich. Die Neugier wird geweckt und Lernen selbst wieder als etwas Positives erlebt – selbst in Fächern wie Mathematik, bei denen die meisten mit einem negativen Vorurteil ankommen.

Dabei wird auch deutlich gemacht und vorgelebt, dass Fehler nichts Negatives sind, sondern Fehler immer eine Möglichkeit sind, weiter zu lernen und dadurch Fortschritte zu machen. Und weiterhin, dass jeder Fehler etwas ist, aus dem man etwas lernen kann und mit dem man feststellen kann, was man bisher noch nicht verstanden hat, um es in der Folge zu lernen.

Lernen auf dem Land

 

WAS DAS MACHT

Durch die kleinen, aber spürbaren Fortschritte erleben die Teilnehmer*innen das Gefühl, dass durch diesen Fortschritt auch wirklich Veränderung und Verbesserung möglich sind. Durch die Erreichung der Etappenziele machen sie die Erfahrung, bei ihren Zielen anzukommen, die Erfahrung des Gelingens.

Diese Momente des Gelingens, auch wenn sie noch so klein sind, werden sofort positiv zurückgespiegelt, um den Teilnehmer*innen ihre Erfolge und Fähigkeiten auch bewusst zu machen und gleichzeitig das Gefühl der Selbstwirksamkeit wachsen zu lassen.

KOMMENTARE VON SCHÜLER*INNEN
  • „Die Lehrer sind gechillt und korrekt.“

  • „Hier wird alles besser erklärt.“

  • „Man kann in kleinen Gruppen besser arbeiten.“

  • „Mehr Spaß.“

  • „Weil hier auch einzeln erklärt wird, auch Einzelunterricht, wenn es nötig ist.“

  • „Man kann auch Klavier spielen.“

  • „Bessere Schulzeiten, bessere Lehrer, kleinerer Raum, bessere Atmosphäre, weniger Menschen“

  • „Die anderen Einrichtungen haben mich rausgeschmissen, weil ich immer Stress gemacht habe“

  • „Ich hab‘ Mathe vorher nie verstanden, weil mich der Lehrer nicht leiden konnte.“

Für mehr Infos wendet euch bitte an: info@streetcollege.de

Das STREET COLLEGE bei der Tagung des Innovationsfonds


Unter dem Motto „Starke Jugend – starke Gesellschaft: Eigenständige Jugendpolitik im Innovationfonds“ lud das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 30.11. und 1.12.2017 rund 40 Projekte aus ganz Deutschland ein die aktuell durch den Innovationfonds gefördert werden.

Das STREET COLLEGE ist mit dem Projekt „ZwischenTöne(n), der Entwicklung des Audio-Engineer/Musikproduktion-Diplomkurses“, über den wir hier schon berichtet haben, dort vertreten.

Vertreter*innen aus allen fünf Handlungsfelder im Innovationsfonds – international, kulturell, politisch, sozial und verbandlich – tauschten sich zwei Tage lang über Themen wie z.B.: Empowerment, außerschulische Bildung, über Grenzen hinweg leben, Vielfalt als Chance und Partizipation aus. Alles mit dem Ziel jungen Menschen mehr Mitspracherecht in unserer Gesellschaft zu ermöglichen bzw. diese jugendgerechter zu gestalten.

Wir haben uns sehr gefreut hier und da Impulse im Bereich Mitbestimmung und Stärkenorientierung setzen zu können und vor allem das Thema „Zugänge zu Bildung durch Kompetenzerfassung außerschulisch erworbener Kompetenzen“ auf die Agenda gesetzt zu haben.

Bei der Abendveranstaltung im Father Graham präsentierten sich unter dem Titel „Mach doch selba! – Grooves vom STREET COLLEGE“ noch Teilnehmer aus der Fakultät Hip-Hop und Musik  und haben, natürlich, den Laden gerockt.

24726274_10155764696602976_1698452528_o

 

Besuch in der Luminar Escuela in Sao Paulo


Lumiar Escuela

Die Lumiar-Schule ist ein Schulprojekt in Sao Paolo, initiiert von Ricardo Semler, der bemerkte, dass die Mitarbeiter in seinem auf demokratischer Grundlage funktionierendem Großbetrieb Schwierigkeiten hatten. Diese sollten für sich selbst denken und einschätzen können, ihre besonderen Fähigkeiten in die Firma einbringen wollen und an demokratische, partizipative Entscheidungsprozesse gewöhnt sein. All das hatten sie nie gelernt.

Diese Art zu denken wird vom normalen Schulsystem eher verhindert, daher unterscheidet sich die Lumiar-Schule in grundlegenden Punkten. Die Schüler organisieren ihren Lernfortschritt selbst, sie entscheiden, was sie lernen wollen und von wem, sie bewerten sich selbst und haben Freude am Lernen.

Eine dieser Schulen haben wir im Rahmen unseres Fachaustausches in Sao Paolo besucht.

Bruno Martin und zwei seiner Kolleg*innen empfingen uns in den Räumen der Schule und stellte uns die Grundsätze des Projektes vor.

Die Schüler entscheiden in einer Versammlung, welche Projekte sie verwirklichen und was sie daran lernen wollen. Regelmäßig tauschen sie sich über den Fortschritt und die Schwierigkeiten aus. Dabei stellen sie auch ihre eigenen Regeln auf und lösen Probleme in ihrem sozialen Zusammenleben selbst. Begleitet werden sie von einem Tutor, der jeden einzelnen in seiner Entwicklung zur Seite steht. Bei den Projekten bekommen sie die fachlichen Inhalte von externen Meistern („Mestre“), die je nach Bedarf der Schüler ausgewählt, ausgetauscht und auch ergänzt werden. Die Projekte decken insgesamt grundsätzlich den brasilianischen Lehrplan ab.

Das Projekt kann dabei für manche schon im ersten Lebensjahr beginnen und endet, wenn sie 16 sind. Die ersten sechs Jahre sind sie in Gruppen von 0 bis 2, von 2 bis 4 und von 4 bis 6 eingeteilt. Danach arbeiten und lernen die Schüler in Gruppenverbänden, die aus drei Jahrgängen bestehen. Von 6 bis 9, 9 bis 12 und 12 bis 16. Bevor sie in die nächste Stufe überwechseln nehmen sie schon an einzelnen Projekten der nächsthöheren Stufe teil, um sich einzugewöhnen.

Auch die Tutoren und Meister tauschen sich in regelmäßigen Treffen über jeden einzelnen Schüler, dem Fortschritt, den Schwierigkeiten und den Besonderheiten aus. Dabei werden alle Entwicklungen auch schriftlich festgehalten. Die Umstände werden andauernd weiterentwickelt und angepasst, so dass auf die Wünsche der Schüler eingegangen werden kann.

Damit das System funktioniert, brauchen die Schüler eine Atmosphäre der Sicherheit und des Vertrauens. Die Sicherheit, dass sie als Person akzeptiert sind, und das Vertrauen, dass sie sich gegenseitig wertschätzen, ermöglicht, dass die sich vollständig einbringen können und damit die erfolgreiche Partizipation im Prozess des Lernens.

Nachmittags hatten wir die Möglichkeit in einer F3 Gruppe (12 bis 16) einen der 50 minütigen Unterrichtseinheiten zu besuchen. Die Schüler wurden gefragt, ob sie daran Interesse hätten, sich mit uns zu treffen und sich mit uns auseinander zu setzen. Der Inhalt der Unterrichtsstunde waren somit wir.

Eine besondere Erfahrung war es zu erleben, wie die Schüler*innen in einer Atmosphäre des Vertrauens sich in ihrer Unterschiedlichkeit wertschätzen. Die Schüler*innen respektieren sich und nehmen aufeinander Rücksicht. Im Kreis mit uns stellen sie Fragen und einzelne von ihnen übernehmen temporäre Führungsaufgaben. Sie freuen sich an ihren Besonderheiten und zelebrieren diese, indem sie gemeinsam einzelne Fähigkeiten herausheben und inszenieren. Zum Beispiel um die Lösungskompetenzen eines Schülers am Rubik-Cube (Zauberwürfel) zu zeigen, übernehmen sie selbstorganisiert Aufgaben. Ein Schüler gibt einem von uns den Würfel, um ihn zu verdrehen, eine andere bereitet sich vor, die Zeit zu stoppen, ein dritter erzählt vom momentanen Rekord und später auch vom Unterschied in der Herangehensweise der Lösung. Als der Würfel nach knapp über 40 Sekunden gelöst ist, klatschen alle und freuen sich daran. Ähnliches geschieht mit dem Kurzfilm einer Gruppe von Schülern, der angesehen und gefeiert wird. Für die Vorführung wird von der Gruppe bewusst am Ende der Stunde Zeit eingeplant.

Die Erfahrung war für mehrere von uns sehr bedeutsam, weil das Ideal, das auch in der Grundsätzen des STREET COLLEGE steckt, hier vollständig verwirklicht war. Eine Schule, die es ermöglicht in einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens und Wertschätzung mit Freude das zu lernen, für das man Interesse und Neugier hat. Das Projekt bewirkt nicht nur glücklichere Menschen und eine glücklichere Schulzeit, sondern ist auch erfolgreicher. Das zeigen die Ergebnisse und Fähigkeiten der Schüler im Vergleich mit anderen Schulen in Brasilien.

 

Fachaustausch in Sao Paulo


Am späten Donnerstagabend hat sich eine zehnköpfige Gruppe des STREET COLLEGE (Dozent*innen, Sozialarbeiter*innen und eine Übersetzerin) in Sao Paulo eingefunden um sich zehn Tage lang mit Partnern vor Ort über alternative Lernmethoden auszutauschen, voneinander zu lernen und entsprechende Projekte zu besuchen.

Die Stadt ist riesig. Der Rhythmus und Klang (oder auch die Lautstärke 😉 ) ein anderer. So hieß es am ersten Tag: Ankommen. Das Stadtzentrum erkunden und Abends im einzigen großen Park der Stadt entspannen.

IMG_0843

23415479_1479877528715532_1625270919949706923_o

Der Samstag führte uns, mit unseren Partnern Materia Rima, nach Diadema. Materia Rima arbeitet mit Elementen des Hip-Hop in 16 verschiedenen Schulen im Viertel und wir konnten uns drei unterschiedliche Schulen und Präsentationen anschauen und danach: die Basis von Materia Rima – das Haus, dass erst seit kurzem fertig ist und das sowohl dem mittlerweile achtköpfigen Organisationsteam eine Basis bieten, in dem aber auch Workshops stattfinden und das vor allem als Herz, Heimat und Austauschort für alle im Projekt engagierten dient.

Sonntags trafen wir uns mit unseren Partnern ANCSP in der Zona Leste im Centro Cultural Itaim Paulista und die Kooperationspartner von Cultura Sem Fronteiras haben sich vorgestellt. Es war heiß. Und viel.

Umso mehr genossen wir am Nachmittag den Besuch der größten Grafitti-Freiluftgalerie der Welt. Ein ganzes Viertel, das von Graffiti-Künstler*innen aus der ganzen Welt jedes Jahr neu gestaltet wird. Organisiert von Cultura na Kebrada.

Am Montag teilte sich die Gruppe um mit Materia Rima unterschiedliche Workshops in drei Schulen zu besuchen: Graffiti, Rap und Tanz.  Danach ging es in die Basis. Essen. Reflektieren. Um dann unsere Partner mit einer endlosen Liste von Fragen zu Löchern. Mit jeder Antwort wurde das Lächeln auf unseren Gesichtern breiter, als würden die Herzen der Projekte MATERIA RIMA und STREET COLLEGE im gleichen Takt schlagen.

ORG_DSC02597

23472857_10214785268414882_5106475954224214574_n

Audio-Engineer-Diplomkurs: Der erste Meilenstein ist erreicht!


 

Die Pioniere des Audio-Engineer-Diplomkurses im Fachbereich Musikproduktion haben die Prüfungen zum ersten Modul absolviert. Und zwar erfolgreich: mündlich sowie schriftlich.

Sechs zu Prüfende haben sich in der mündlichen Prüfung den Fragen von drei Fachexpert*innen, und zwei Beobachter*innen (einem Sozialarbeiter und einer externen Professorin) gestellt, und es war großartig zu sehen, wie gut alle vorbereitet waren und wie individuell unterschiedlich sie sich, teils mit Bravour, dieser Aufgabe gestellt haben. Danach ging es an die, natürlich beaufsichtigte, schriftliche Prüfung.

Der erste Schritt ist geschafft zum Audio Engineer Diplom.

14 weitere werden folgen.

Dann steht einem Studium oder dem Berufseinstieg nichts mehr im Wege, ganz egal welchen Abschluss die Teilnehmer*innen jetzt haben.

Wir sind stolz auf die Wegbereiter, die sich das holen, was sie verdient haben.

Keep on keeping on!!!

Audio-Engineer-Diplomkurs: Was ist das eigentlich?

Die Studierenden des Fachbereiches EMP – Elektronische Musikproduktion – haben mehr und mehr den Wunsch geäußert „nicht nur zu lernen“ sondern auch „Was in der Hand zu haben, das dann zählt.“

In Deutschland gibt es zwar einige verwandte Ausbildungen zum Audio-Engineer, doch diese finden alle an (mehr oder weniger teuren) Privatschulen statt und die Abschlüsse sind entweder Zertifizierungen des jeweiligen Institutes oder Bachelor-Abschlüsse der UK.

So haben sich die Dozenten des EMP-Kurses mit externer Unterstützung von Fachexpert*innen, sowohl aus dem Audio-Engineer-Bereich als auch aus der Hochschule, auf den Weg gemacht, modellhaft einen Kurs zu entwickeln, der –

  • euch ermöglicht, euch kreative, praktische und theoretische Fähigkeiten/Kenntnisse aus dem Fachbereich anzueignen

  • euch ermöglicht, das zu lernen was in der Berufspraxis auch wirklich gebraucht wird

  • euch ermöglicht, ein individuelles, stärkenorientiertes Diplom des STREET COLLEGE zu erhalten, das heißt, darin wird dann nicht nur beschrieben, was ihr gelernt habt, sondern auch, was euch, ganz speziell, als Persönlichkeiten auszeichnet

  • euch einen Einstieg in den Beruf oder einen Einstieg in ein Studium ermöglichen soll

  • in Zusammenarbeit mit einer Hochschule akkreditiert, das heißt „ordentlich anerkannt“ wird, damit ihr ihr dann diese Einstiegsmöglichkeiten habt

  • euch ermöglicht schon während des Kurses euer Portfolio zu erstellen.

Und all das weiterhin:

  • selbstbestimmt und stärkenorientiert

  • in der Zeit, die ihr dafür braucht und wollt

  • kostenfrei.

Die Dozent*innen schreiben seit Monaten an einem Modulhandbuch, einem Leitfaden, der all das Wissen und Können beschreibt, welches ihr euch innerhalb der Kurse aneignen könnt und an einer Prüfungsordnung und beschäftigen sich mit Lernmethoden, die es euch ermöglichen „so wie es euch gefällt“ – und vor allem entspricht – zu lernen.

Alle Studierenden der Kurse sind dabei gleichzeitig auch Gestalter*innen: „Wie fühlt sich eine Prüfung gut an? Was für Bedingungen braucht es dazu? Wann und wie könnt ihr am Besten lernen? Wie wollt ihr euch auf Prüfungen vorbereiten? Wie könnt ihr gut voneinander und miteinander lernen? …“

Die Entwicklung wird unterstützt vom Innovationsfonds des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Und wer weiß, vielleicht setzten wir ja auch in den kommenden Jahren noch einen Bachelor drauf.

Foto Snacks Prüfung

Ein Workshop-Teilnehmer stellt sich vor…


DSC_0895

„Ich hab’ noch kein Künstlernamen, nennt mich Jesse“

Hi, ich bin Jesse, 17 Jahre alt und als Teilnhemer beim EMP Kurs seit ungefähr 6 Monaten. Ich lerne hier mit Native Instruments Maschine Beats zu bauen und besuche auch seit September den „Diploma in Audio Engineering“ Kurs. Da ich mit der Software Ableton schon ein paar Beats gemacht hatte, wollte ich dies vertiefen und dazu lernen. So kam ich dann zu den Beat-Making Workshops.
Ich finde am Street College super das man frei arbeiten kann – in anderen Worten das man genau das lernen kann worauf man Lust hat, dabei unterstützt wird und gute Hilfe bekommt. Mein Ziel ist es viel Wissen zu erlangen so das ich selbständig unterwegs sein kann, ohne sich auf andere verlassen zu müssen.
Diese Kurse bieten mir die Möglichkeiten neues kennen zu lernen, somit weiss ich in ein paar Jahren besser in welche Richtung ich gehen möchte.

Hier ist einer meiner Beats die ich über die letzten Monate gebaut habe:

Es geht weiter! 9. Oktober; 18h: 2. Infoveranstaltung Diplom-Kurs-EMP


2. Infoveranstaltung

Diplom-Kurs EMP (Elektronische Musikproduktion)

Z w i s c h e n T ö n e (n)

Montag, 9. Oktober, 18h, Schlegelstr. 8, 10115 Berlin

Wo soll das alles hinführen?“, oder besser: „Wo kann das alles hinführen?“: Das sind Fragen die ihr im Kurs EMP immer wieder gestellt habt.

Seit Juli gibt es nun den ersten Diplom-Kurs der nun schon durch einen zweiten Kurs bereichert werden soll. Hier habt ihr nicht nur die Möglichkeit weiterhin selbstbestimmt und individuell alles rund um Audio Engineering, Produzieren, Beatz bauen u.v.m. zu lernen, sondern auch ein Diplom zu erlangen.

Das SC-Diplom wird nicht nur beschreiben was ihr alles könnt und was euch als Persönlichkeiten ausmacht, es soll euch auch ermöglichen eure Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen und Zugänge zu weiteren Ausbildungen erlangen.

Was es damit auf sich hat, welche Module euch auf dem Weg dorthin erwarten und wie dieser Kurs aussehen kann erfahrt ihr bei der Infoveranstaltung.

Wie ihr euch dann – allein oder gemeinsam – auf den Weg zum Diplom macht, das vereinbart ihr nach wie vor gemeinsam mit euren Dozenten und euren Mitstreiter*innen.

Info & Anmeldung: info@streetcollege.de … oder bei euren Dozenten.

Wir danken dem Bundesjugendministerium für die Förderung dieses Projektes durch den KJP-Innovationsfond 2017-2019.